Kondrashov

SALZE UND ERZE

SALZE UND ERZE

Die Gesteinsgruppe Salze und Erze überschneidet sich teilweise mit anderen Gesteinsgruppen der Sedimentgesteine und den Magmatiten. Oft werden sie aber auch als eigene Gesteinsgruppen aufgeführt, so wie ich es hier mache. Obwohl sie mengenmäßig im Bereich der Erdkruste nicht so häufig vorkommen, steht ihnen eine besondere Bedeutung zu, da sie wichtige Rohstofflieferanten sind.

Als Erz bezeichnet man ein Gesteinsgemenge, das nutzbare Mineralien enthält. Meistens handelt es sich dabei um Eisen, Blei, Zink und Kupfer. Diese Wertmineralien kommen in den verschiedensten Formen vor und sind mit anderen Mineralien wie Quarz oder Kalk verwachsen. Erze können magmatischen Ursprungs sein, sich sedimentär bilden oder aus hydrothermalen Lösungen (Fluide) ausfällen. Die Fluide fließen durch Risse im Gestein, den sogenannten Klüften und können dort feste Mineralien ausscheiden, die sich an den Rändern der Klüfte zu immer dicker werdenden Schichten ablagern. Aus hydrothermalen Lösungen können sich auch Salze ablagern.

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Viele Salze werden allerdings als Evaporite gebildet, wenn in einer flachen Lagune Wasser verdunstet. Typischerweise entsteht so Steinsalz, dass wir gereinigt als Kochsalz verwenden. Steinsalz kommt in sogenannten Salzstöcken vor. Das sind geologische Salzstrukturen, deren Salzablagerungen in den Becken urzeitlicher Meere entstanden sind. Die Meere sind zwischendurch immer wieder trockengefallen, sodass sich mächtige Salzschichten ablagern konnten. Die Salzschichten wurden von anderen Sedimenten überdeckt, waren im Untergrund aber noch fließfähig. Durch tektonische Prozesse wurde das Salz zusammengepresst und floss durch vertikale Risse, die sich erweiterten, bis große Salzkörper entstanden sind, die bis zur Erdoberfläche reichen können.

Schwefel ist ebenfalls ein wichtiger Rohstoff und kann auf unterschiedliche Weise entstehen. Er kondensiert an Fumarolen aus vulkanischen Gasen oder bildet sich sedimentär. Schwefel kann als chemisches Sediment aus Lösungen ausfallen und zusammen mit Salzen entstehen. Bereits zur Bronzezeit wurde Schwefel verwendet, etwa zum Bleichen von Stoffen, als Medizin oder als Kanservierungsmittel. Heute braucht man Schwefel zur Herstellung von Düngemitteln, Sprengstoffen und allgemein in der chemischen Industrie.

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Von zunehmender Bedeutung ist das Leichtmetall Lithium. Es wird in Batterien und Akkus verwendet und da immer mehr Elektroautos gebaut werden, in deren Batterien Lithium enthalten ist, wird die Gewinnung des Leichtmetalls immer wichtiger. Überwiegend kommt das Lithium in Form des Salzes Lithiumkarbonat vor, das sich in wässigen Lösungen, der Sole, anreichert. Die Sole wird mit Pumpen aus größeren Tiefen hochgepumpt und in Verdunstungsbecken angereichert. Teilweise ist Lithium auch im Wasser großer Salzseen, den Salaren Südamerikas vorhanden, deren Wasser ebenfalls in Verdunstungsbecken verdampft wird. Diese Art der Lithiumgewinnung gilt als besonders umweltschädlich. Die Salare sind oft Heimat seltener Vogelarten, deren Lebensraum zerstört wird. Also, Elektroautos mit Lithiumbatterien sind alles andere als umweltfreundlich. Außerdem kommt Lithium als Erz in Pegmatiten vor. Das sind magmatische Gesteine, die sich oft im Randbereich von Plutonen entwickeln.

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